Einladungskarte

Himmelsstürmer 2011

14.06. - 28.08.2011
Kunst trifft Kirche

Himmelsstürmer 2011

Ein Projekt des BBK Braunschweig und der Braunschweiger Kirchengemeinden
Temporäre Kunstwerke für 9 Braunschweiger Innenstadtkirchen
Beteiligte Künstler des BBK Leipzig:
Elisabeth Howey
Hael Yxxs
Robert Pasitka
Ute Hartwig-Schulz

Himmelsstürmer 2011: das sind 10 Künstlerinnen und Künstler aus Leipzig, Bremen und Braunschweig, die vom 14. Juni bis 28. August aktuelle Werke in neun mittelalterlichen Kirchen der Braunschweiger Innenstadt präsentieren. Eröffnet wurde die Ausstellung am 13. Juni, um 19 Uhr, im Kreuzgang der Brüdernkirche, in der Schützenstraße.
Kunst trifft Kirche – das ist der Leitgedanke, der hinter diesem Kunstprojekt steht. Das religiöse Erbe Braunschweigs wird in einen anderen Kontext gesetzt. So verbindet der Kunst-Parcours die Gottes-häuser St.Aegidien, St. Magni, St. Katharinen, St. Andreas, St. Petri, St. Martini, St. Michaelis,
die Bartholomäuskirche und den Kreuzgang der Brüdernkirche.
Parallel hierzu werden an allen Orten über den Sommer Kulturveranstaltungen angeboten, die sich thematisch auf die speziell für die Gemeinden ausgewählten Werke beziehen werden.
Dass der Weg zum Himmelssturm frei ist, haben die Stiftung Braunschweig’scher Kulturbesitz, die Stadt Braunschweig, die Stiftung Braunschweiger Land, der Freundeskreis Bildender Künstler in Braunschweig, die beteiligten Kirchengemeinden und private Förderer ermöglicht. Allen
gemeinsam ist das Interesse, einen Dialog zwischen den mittelalterlichen Kirchen und Positionen aktueller Kunst zu unterstützen.
(aus: Pressemitteilung BBK Braunschweig)

Eine interaktive Arbeit hat Elisabeth Howey für die große lichtdurchflutete St. Aegidienkirche realisiert: eine 2 m hohe weiße Skulptur aus Kunststoff und Beton mit dem Titel „Geste“. Die stilisierte
Figur auf einer Kugel ist in ihren physikalischen Eigenschaften dem Prinzip eines Stehaufmännchens nachempfunden. Sie kann von den Kirchenbesuchern in Bewegung versetzt werden, wodurch sie schwankt und schwingt, aber niemals umfällt. Das bekannte Spielzeug wird dabei
aus dem Alltag in den religiösen Kontext übermittelt und macht spirituelle Fragen wie die innere Aufrichtung und den Glauben fassbar und körperlich erlebbar.

Hael Yxxs beschäftigte sich mit dem Gewitter um 1680, bei dem ein Blitz den Turm der St. Andreas-Kirche traf und ihn abbrennen ließ. Der Blitzeinschlag in den Kirchturm als retardierendes Moment wurde durch seine Besonderheit zum Ausgangspunkt für seine künstlerische Arbeit.
Seine Idee war, der Einwirkung des Gewitters von außen auf die Kirche ein Gewitter ergänzend zur Seite zu stellen, das von innen auf die Kirche wirkt und möglicherweise aus ihr heraus.

Robert Pasitka hat sich ebenfalls die Bartholomäuskirche als Ort für sein Projekt ausgesucht.
Er greift mit seinem Textbild eines der großen Themen der Reformation auf: Die Macht des geschriebenen Wortes Gottes.

Ute Hartwig-Schulz fasste das Gebäude der  Bartholomäuskirche als eine Gesamtskulptur auf.
Das vermauerte Fenster über dem Haupteingang verblendete sie mit der Himmelfarbe blau. Optisch wirkt das Gebäude nun geöffnet. Das Fenster bildet jetzt eine Verbindung zwischen innen und außen.


Elisabeth Howey, „Geste“, Foto: Kay Zimmermann


Hael Yxxs, „Zwischen Zeit und Ewigkeit“


Robert Pasitka, „Lebenszeichen“


Ute Hartwig-Schulz, „Verbindung“