Einladungskarte

VIA REGIA SCULPTURA

Ein europäisches Kunst- und Begegnungsprojekt
Projektbeginn: 2010

VIA REGIA SCULPTURA

Beteiligte Künstler

Moritz Arnold
Markus Mai
Piotr Baran
Franziska Möbius
Petra Polli, raumleipzig Architekten
Hael Yxxs
Victor López González

Die Stadt Leipzig und Sponsoren aus Deutschland unterstützen das Projekt. Das Institut für Marktforschung Leipzig führte eine sachsenweite Umfrage zur Via Regia und zum Bürgerinteresse an Kunst im öffentlichen Raum durch. Im Rahmen des Gesamtprojektes „Via Regia Sculptura“ fand die Leipziger „Kunstschau“ vom 17. bis zum 29. September 2011 statt. Der Bund Bildender Künstler e.V. organisierte eine Führung zu den Kunststandorten auf dem Brühl an der Leipziger Via Regia.

Flyer

"Straße von Kiew nach irgendwo in Spanien"
Via Regia Sculptura – die Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart

Die VIA REGIA ist eine der ältesten und längsten Landverbindungen zwischen Ost- undWesteuropa. Sie existiert seit mehr als 2.000 Jahren und verbindet mit 4.500 km Länge achteuropäische Länder. Sie führt von Kiew / Ukraine bis nach Santiago de Compostela / Spanien,mit einem Abzweig nach Brügge.

Die VIA REGIA oder „Hohe Straße“ ist vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit eine derwichtigsten europäischen Verkehrsverbindungen. Zwar datiert die älteste eindeutigeÜberlieferung unter dem lateinischen Begriff „strata regia“, der königlichen Straße auf dasJahr 1252. Der deutsche Name „Hohe Straße“ geht auf das 15. bzw. 16. Jh. zurück. Erbezeichnet den Abschnitt von Frankfurt am Main bis Wrocław. Die Straße existiert heute alsEuropäischer Verkehrskorridor C III. Ein internationales Netzwerk nutzt das Potenzial derVIA REGIA als Sinnbild der Einigung Europas. Im Jahr 2006 wurde die VIA REGIA als„Große Kulturstraße des Europarates“ ausgezeichnet.

In Sachsen gibt es 2011 zahlreiche Aktionen, um diese Lebensader stärker ins Bewusstsein zurücken. Ziel ist es, nicht nur den Menschen entlang der VIA REGIA zu zeigen, wie bedeutenddiese Route einst war, sondern sie anzuregen, die Tradition der VIA REGIA zu aktualisieren,zusammenzukommen und ihre europäischen Dimensionen zu erleben.

Das Langzeitprojekt „Via Regia Sculptura“ präsentiert Kunstwerke entlang des europäischenWest-Ost-Verbindungswegs von der spanischen Küste bis in die Ukraine bzw. Litauen. EinigeArbeiten sind temporär, andere werden dauerhaft im öffentlichen Raum verbleiben. Siewerden außerhalb der Museen präsent sein, Neugierde erwecken, über die europäischenNachbarn und ökonomische, ökologische sowie sozial-kulturelle Entwicklungennachzudenken und ganz gegenwärtig zum Austausch einladen.

Begonnen wurde das Projekt 2010 im Freistaat Sachsen, wo die Städte Görlitz, dieGastgeberin der 3. Sächsischen Landesausstellung, und Leipzig, die lebendige, namhafteHandelsstadt, für künstlerische Wettbewerbe ausgewählt wurden.

In Leipzig gab es sechs Preisträger und Preisträgerinnen: Es sind Moritz Arnold und MarkusMai , Piotr Baran, Franziska Möbius , Petra Polli, raumleipzig Architekten sowie Hael Yxxs.Mindestens fünf künstlerische Entwürfe werden umgesetzt.

Als Beitrag vom westlichen Ende der europäischen Via Regia ist der Spanier VictorLópez González mit „SchengenPool“ als Gast mitwirkend.

Die Stadt Leipzig und Sponsoren aus Deutschland unterstützen das Projekt. Das Institut fürMarktforschung Leipzig führte eine sachsenweite Umfrage zur Via Regia und zumBürgerinteresse an Kunst im öffentlichen Raum durch. Im Rahmen des Gesamtprojektes „ViaRegia Sculptura“ findet die Leipziger „Kunstschau“ vom 17. bis zum 29. September 2011statt. Der Bund Bildender Künstler e.V. organisiert eine Führung zu den Kunststandorten aufdem Brühl an der Leipziger Via Regia.

Die Preisträger und Preisträgerinnen und ihre Kunstwerke sind:

1.

„The present is always now“ von Moritz Arnold und Markus Mai visualisiert einen Prozess,in dem Zukunft zu Gegenwart und sogleich zur Vergangenheit wird. Zeit spielt im städtischenLeben und im Handel eine große Rolle. Unbarmherzig rückt ein Zeiger vor, dreht Runde fürRunde. Er scheint sich unermüdlich in die Zukunft zu bewegen. Die Gegenwart ist erlebbar,der Mensch kann auf verschiedenen Ebenen in seine Umwelt eingreifen und sie beeinflussen.Aber alles Leben ist durch Zeitlichkeit und damit Endlichkeit strukturiert, durch das Wissenum Zukunft bei gleichzeitiger Erfahrung von Vergangenem.

2.

Mit „Aknister“ auf dem Pleiße-Mühlgraben hat Piotr Baran einen Springbrunnen konzipiert,mit dem er einen kritischen Blick auf ökonomische und ökologische Aspekte der Gegenwartwirft. Barans Material ist ein ganz gegenwärtiges, nämlich billig produzierte Plastikkanister.Die Kanister werden in Asien produziert und legen oft weite Strecken bis zu ihrenNutzungsorten auf der ganzen Erde zurück; sie verweisen auf die Beständigkeit vonTransport- und Versorgungsfunktionen, aber auch die Globalisierung der Produktionen,Märkte und des Handels, Wertveränderungen und den Umgangs mit der Umwelt.

3.

Im „Shared Space“ von Franziska Möbius ist es nicht nur der Raum, der nachMachtinteressen zerteilt, sondern der geteilt wird, in dem die Regeln des menschlichenMiteinanders und der Verständigung gelten sollten. Der Begriff SHARED SPACE aus derVerkehrsplanung verweist auf einen gemeinsam genutzten, öffentlichen Raum. An derKreuzung von Via Regia und Via Imperii prosperierte Leipzig als Zentrum von Waren- undGeldströmen. Damit wurde auch Raum zur Ware, der Markt, Handeln, Arbeiten,Wertsteigerung einbegreift.

4.

Sprache als verbindendes Element zwischen Menschen verschiedener Länder istAusgangspunkt des Objektes SDPU von Petra Polli. Die Buchstaben stehen für die am Projektder Via Regia Sculptura beteiligten Staaten Spanien, Deutschland, Polen und Ukraine. DieAnfangsbuchstaben der Ländernamen wurden zu einem neuen Wort zusammengesetzt, daseine Einheit bildet, bei der jedoch jede Letter individuell ist und auf die kulturelle undsprachliche Vielfalt der Regionen deutet.

5.

LOVE FOR SALE von Hael Yxxs interveniert an exponierter Stelle an der Via Regia. Handelerfasst nicht nur materielle Güter und findet heute nicht nur analog, sondern wesentlich digitalstatt. Er zielt nicht nur auf die Befriedigung von materiellen Grundbedürfnissen, sondernglobal auch auf ideelle und emotionale, gar künstlich erzeugte Wünsche. Es werden auchGüter gehandelt, die vordergründig nicht handelbar erscheinen, z. B. Menschen, Glück undLiebe. Aber sollte wirklich alles zur Disposition stehen?

6.

Als Gast ist der spanische Künstler Victor López González eingeladen. Er realisiert an vieleneuropäischen Orten Projekte im öffentlichen Raum. Er entwirft mit der Installation„Schengen-Pool“ einen irritierenden Raum, der bestehende Vorstellungen von Mobilität undBegrenzungen hinterfragt. „Schengen-Pool“ greift die Idee der europäischen Einheit auf,eines Europas ohne Binnengrenzen, und lässt über Bedingungen von Migration und dieuniversellen Rechte eines jeden Menschen nachdenken.

Landesverband Sächsische Künstlerhäuser e.V.
in Kooperation mit:
VIA REGIA Begegnungsraum, Landesverband Sachsen e.V.
Sächsischer Künstlerbund – LV Bildende Kunst e.V.
Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.

Projektbüro:
Dorfstraße 1
04688 Mutzschen
Fon: 034385 .51315
Fax: 034585 .52447
info@via-regia-sculptura.eu
www.via-regia-sculptura.eu