

Gaze
Künstlerhaus Hohenossig – Atelier de Gravure Paris
Künstleraustausch
14.11. – 06.12.08
2010
2009
- WEIN 8
- SCHRITT ZU DRITT
- K_K_K
- Frank Ruddigkeit, Spuren 2
- Konkrete Kunst
- Tischleindeckdich_Idyllen
- Johannes Burkhardt
- Ereignis Druckgraphik
- Korrelationen VIII
- Lebensformen - Haltestelle
2008
- Weihnachtsausstellung
- Gaze
- Körper
- Im Duett
- Neuaufnahmen 3
- Watzlawik + Nielsen-Marsh
- Korrelationen VII
- Arbeiten
- Gedrucktes zur Leipziger Buchmesse
- Theo Hurter + Jürgen Raiber
- Transparenz
2007
- Weihnachtsausstellung
- Die Fünfzigste: AugenHaut
- PHI 1,6180339887...
- Zeitgleich-Zeitzeichen
- Günter Horlbeck - Blühendes Auge
- Korrelationen VI
- Akos Novaky
- Strege + Strege
- Korrelationen V
- Hochdruck
- Nicht von diesem Ort
- Stipendiatinnen
2006
- La Metta
- Lichtbilder
- non essentials
- Leiber.Verdrahtet
- Korrelationen IV
- Neuaufnahmen 2
- Von Mainz nach Leipzig
- Matthias Klemm
- Tafelfreuden
- Spuren Suchen
- Huniat_Möbius
- Korrelationen III
Das Projektarchiv wird noch überarbeitet und steht Ihnen demnächst wieder vollständig zur Verfügung!
Gaze
Beteiligte Künstler
Pascal Andrault
Hans Bagehorn
Gunter Böttger
Marie Helene Durand-Laudet
Pablo Flaiszman
Madeleine Heublein
Künstleraustausch
Hohenossig – Paris in der Galerie VORORTOST in Leipzig
Rede von Christine Dorothea Hölzig
zur Eröffnung der Ausstellung am 14.11.2008
Die Stadt Paris steht bei vielen Menschen hoch im Kurs der Wunschreiseziele. Mit Sicherheit sogar an erster Stelle jener Ziele, die man sich für Frankreich wählt. Und die Millionenstadt kann mit Stolz auf ihre Vielfalt, ihre Geschichte, ihr intellektuelles und kulturelles Potential verweisen. Dies alles und die französische Lebensart, der sprichwörtliche Charme, aber ebenso das politische Gewicht der französischen Nation machen Paris zu einer äußerst spannenden und wichtigen Region, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
Einen Austausch mit dieser Metropole herzustellen, ist schwierig, Begehrlichkeiten gibt es natürlich viele. Dass das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Hohenossig und dem Sächsischen Druckgrafiksymposium, begleitet und gefördert durch den Bund Bildender Künstler Leipzig, zustande gekommen ist, hat - wie so viele gelungene Aktionen - mit privatem Engagement und persönlichen Beziehungen zwischen Menschen zu tun.
Aber es ist nun auch durchaus nicht so, dass Leipzig sich als unschöne Braut fühlen müsste, jedenfalls mit Sicherheit nicht im Bereich der grafischen Kunst. Die Stadt und ihre Kunst sind schon lange eng mit der künstlerischen Grafik verbunden. Die Kunstakademie, 1764 offiziell gegründet, berief schon 1765 den ersten Kupferstecher als Lehrer. Die Angebote der Akademie fielen in der Stadt Leipzig, die sich unter Führung der Buch- und Verlagsindustrie zur wirtschaftlichen Blüte aufschwang, auf fruchtbaren Boden. Der Lehrbetrieb und die grafischen Werkstätten verlangten bald so ein größeres Gebäude, was am Ende des 19. Jahrhundert gebaut wurde und die Schule erhielt den Namen „Akademie der graphischen Künste“. Mit dem Grafiker, Maler und Bildhauer Max Klinger verbindet sich ein weiterer Glanzpunkt der Grafik mit Leipzig. Galt er doch nicht wenigen seiner Zeitgenossen als der größte der lebenden Künstler. Sein Ruhm war immens und beruhte vor allem auf seinem umfangreichen druckgrafischen Oeuvre sowie einigen Monumentalwerken in Malerei und Plastik. Er hatte weit über seine sächsische Heimat Aufsehen erregt. Max Klingers Lebenswerk gilt noch heute als maßgebend und in seiner Wirkung auf nachfolgende Künstlergenerationen wichtig, wie auch die ehrende Ausstellung im letzten Jahr im Museum der bildenden Künste Leipzig bewies.
Im 20. Jahrhundert blieb die Lehre auch während der DDR-Zeit gegliedert in mehrere Abschnitte, in welchen neben dem Vorstudium, dem Mal- und Zeichenunterricht auch die Ausbildung in den verschiedenen grafischen Werkstätten einen festen Bestand hatte. Aus dieser Ausbildung gingen und gehen wichtige Künstler hervor. Bis hin zur jüngsten Generation ist die Grafik in Leipzig mit interessanten und bedeutenden Positionen besetzt. Und, durch die lange Geschichte sind auch wichtige Veranstaltungen im grafischen Kunstbetrieb an unsere Stadt gebunden, so die Ausstellungsreihe 100 sächsische Grafiken, das sächsische Druckgrafiksymposion, welches seit 18 Jahren existent ist sowie die Leipziger Grafikbörse, die ihr 30jähriges Jubiläum in diesem Jahr feiert.
So rechtfertigt sich der Austauschgedanke zwischen den beiden Städten Paris und Leipzig eben auch aus dieser Tradition heraus. Im Rahmen des Ausstausches war es möglich, dass für jeweils 14 Tage sich drei Künstler in der jeweiligen Partnerstadt aufhalten und vor allem dort als Gäste in den Radierwerkstätten arbeiten konnten. Sie präsentieren in dieser Ausstellung ihre Werke, die während der Aufenthalte entstanden sind und einige weitere. Es zeigt sich ein spannungsreicher Bogen durch Handschriften und Auffassungen in der zeitgenössischen Radierung. So soll es sein, die Austausche sollen die Künstler anregen und bereichern und sie auch zum Experimentieren anregen, aber das Publikum soll auch nicht zu kurz kommen.
Um nun in einer bündigen Vorstellung zu allen sechs Künstlerinnen und Künstlern hinzuführen und keinen dabei vorzuziehen, folge ich dem einfach einfachen Prinzip der alphabethischen Reihe.
So eröffnet der Franzose Pascal Andrault den Reigen. Er wurde 1958 geboren, hat sich künstlerisch bei Torben Bo Halbirk, Jean Bertholle und Remy Aron gebildet. Er lebt heute in Paris und ist Mitglied in der Grafikwerkstatt von Bo Halbirk. Seine Werke zeigen Landschaften – im weitesten Sinne, es sind sowohl gesehene wie abstrahierte Orte. Jedoch keine belebten Stadträume, kein Paris gar, nein, es sind Landschaften und deren Imaginationen. Eine besondere Stille wohnt manchen der Bildmotive inne. Sie muten an und provozieren ein Stehenbleiben gegen die Flüchtigkeit und Hektik der Zeit. Auch ohne dramatischen Auftritt – Figuren sind in den Werken von Pascal Andrault nicht präsent – rückt die Frage nach der Ortsbestimmung des Individuums in die Bildwelt hinein. Es geht um die Verortung des Menschen in der Welt. Die Landschaft ist Pascal Andrault wohl ein geeignetes Vehikel dafür. In den abstrakteren Kompositionen spielen zudem Rhythmus und Spiel eine große Rolle, egal ob ein großes oder kleines Format ausgespannt wird.
Hans Bagehorn studierte an der Hochschule für Kunst und Design - Burg Giebichenstein in Halle, Malerei / Grafik und Emailgestaltung. Er arbeitet als Künstler freischaffend und seit Jahren sehr engagiert als Leiter dieser Galerie. Mit den Emailarbeiten, welche bereits im Studium durch Eigenständigkeit auffielen, konnte er sich zunächst im Bereich des Kunsthandwerks positionieren und errang Aufträge für baubezogenen Kunst. Andere Metallarbeiten folgten, wobei ihm insbesondere Ätzungen zum überzeugenden künstlerischen Ausdrucksmittel wurden. In der weiteren künstlerischen Entwicklung erschloss er sich die großformatige Collage, dann die Pastellmalerei. Die Suche nach adäquaten künstlerischen Möglichkeiten führte Hans Bagehorn schließlich zur Computergrafik. Der Austausch mit Paris forderte ihn wieder zur Arbeit mit Metallplatten heraus. Nach langer Zeit radierte er wieder. Er probte die Kombination einer Bildsprache, die aus Pictogrammen kommt und der Vervielfältigung von Zeichen und Mustern. Der Leipziger Künstler nutze die Radierplatten für ein ganz persönliches Tagebuch. Die Zeichen sind seine – natürlich übertragenen Notizen aus der Stadt an der Seine. Sind sie lesbar? Deutbar? Manches, natürlich, anderes bleibt verschlüsselt. Die Bagehornschen Arbeiten leben von Rhythmus und den leise versuchten Tönen.
Gunter Böttger ist Leipziger, 1946 wurde er hier geboren. Von 1972 bis 1977 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Grafik und Illustration bei Professor Rolf Kurth. Seither ist er freischaffend tätig. 1987 gründete er die Kunst-Mühle-Lützschena. Im Bund bildender Künstler Leipzig engagiert er sich, seit 2004 auch als Vorstandsmitglied. Das Metier der Radierung ist seines. Mit Kenntnis und Raffinesse äzt und druckt er Bildwelten. Er nennt viele seiner Werke auch philosophische Experimente. Nie abstrakt, sondern immer real sind seine Darstellungen. Und beim genauen Hinsehen dann doch wieder nicht. Denn in der kompositorischen Dichte gibt es stets mehrere Ebenen, die sich überschneiden. Mit Motiven, die Bewegung und Dramatik verkörpern oder landschaftliche Assoziationen hervorrufen, beschreibt er Empfindungen zum Leben, zur Liebe, der Erotik und Selbstbefragung. Das Hineingehen in die Bildwelten Gunter Böttgers eröffnet phantasiegefüllte Räume. Hier in der Ausstellung zeigt Gunter Böttger alle drei gültigen Radierungen aus dem Parisaufenthalt, in je zwei unterschiedlichen Abzügen. Schauen Sie genauer hin, da wandelt sich auch Landschaft in einen weiblichen Akt. Ein augenzwinkernder Blick des Künstlers auf Zusammenhänge und Lüste der Natur.
Marie-Helene Durand Laudet ist Pariserin. Sie wurde 1956 dort geboren. Ihre künstlerische Ausbildung erfuhr sie in Brüssel und Toulouse. Ihre künstlerische Handschrift trägt heitere, illustrative und spielerische Züge. Das Bildpersonal entstammt (scheinbar) kindlichen Phantasien, Märchen und Geschichten und realen Vorstellungen. Marie-Helene Durand Laudet bringt ihre Kurz- Geschichten in die Radiergründe, scheinbar leicht und skizzenhaft Was aber nicht heißt, dass sie, einmal mit einer Arbeit angefangen, dann nicht in Korrespondenz mit dem gerade Entstehenden ihre Fiktion weiterspinnt und Anklänge in folgenden Arbeiten wiederzufinden sind. So entstehen kleine Blätter, die bisweilen skurril, oft mit voller Fabulierfreude und anregender Ausstrahlung aufgeladen sind. Neben die heiteren Blätter gesellen sich aber auch jene, die die Realität hinterfragen. Doppeldeutig manchmal, oder wieso liegt die Erbse der Prinzessin für alle sichtbar – fast schon wie eine Krone – auf dem Kissenstapel? Typisch ist, dass die Künstlerin ihre Motive flächig nebeneinander ordnet und auf Räumlichkeit im perspektivischen Sinne verzichtet. Gleichzeitig und auf einer Ebene passieren ihren Wesen ihre Geschichten. Eines darf aber nicht vergessen werden: Marie-Helene Durand Laudet illustriert keine Bücher, jedoch fühlt sie sich lyrischem Schaffen verbunden. Ihre Art die Welt zu sehen: spielerisch, ironisch, ernst und heiter, ist durchaus dazu angetan die eigenen Gedanken kreisen zu lassen.
Pablo Flaizman wurde 1970 in Buenos Aires in Argentinien geboren. In seinem Geburtsland lernte er Malen, Zeichnen und Drucken bei verschiednen Künstlerpersönlichkeiten Vor acht Jahren zog er in die französische Hauptstadt, seit 2002 lebt er in Toulouse. Hier in der Ausstellung zeigt er eine ganze Reihe von Selbstporträts. Ein heutzutage eher ungewöhnliches Thema. Denn, wenn in den letzten Jahrzehnten die Malerei tot gesagt war, dann war es die Porträtmalerei erst recht. Nach der Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert, war die Meinung, dass das Porträtbild an Bedeutung verloren habe, weit verbreitet. Das gemalte oder grafische Porträt, welches jahrhundertelang seinen Triumphzug durch Herrscher- und Gotteshäuser bis in die Stuben der guten Bürger genommen hatte, wurde von der Fotografie fast vollständig verdrängt. Dennoch, die letzten Jahre haben es gezeigt: die Malerei ist tot - es lebe die Malerei! Und genauso: das Porträtbild ist tot - es lebe das Porträtbild! Wenn auch die Fotografie dem klassischen Porträtbild den Todesstoß zu geben schien, war und ist es gerade die Fotografie und die mittlerweile ständige Möglichkeit filmisch oder elektronisch Aufnahmen zu erzeugen, die das malerische Porträt von seiner säkularen Aufgabe, nämlich das Modell identifizierbar wiederzugeben, befreit hat. Nun ist alles möglich. In diesem Sinne befragt auch Pablo Flaizmann sich selbst und seine Modelle. Jede Darstellung ist eine Verbindung tiefster Innerlichkeit und erarbeiteter Äußerlichkeit. Eine Stärke des Künstlers liegt dabei in seiner Fähigkeit, durch metaphorische, visuelle Übertragung, den Betrachter für die Vielfalt der Wirklichkeit zu sensibilisieren. Nicht nur die Oberflächen sollen anziehen, sondern die Tiefe, die in Assoziationen und Querverbindungen weiterwirkt. Die Oberflächen sind stets wesentlich. Manchmal sind sie glatt, scheinbar weich, manchmal brüchig. Dann sind sie wie die Haut alter Menschen, sind gekennzeichnet, erzählen von Schicksalen, von Verletzungen, von Vergänglichkeit. Die besondere Art, mit den Druckplatten zu arbeiten, ist nicht nur eine kompositorische Stärke, sie gibt zudem weitere, tiefe Anstöße für Interpretationen.
Madeleine Heublein ist 1963 in Leipzig geboren. Sie ist Autodidaktin, hat sich Können und Wissen im Selbststudium und manche Grundlage in der Grafikwerkstatt Leipzig und an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst angeeignet. Seit 1992 ist sie als Malerin und Grafikerin freischaffend tätig. Ein inneres Drängen führte sie zu ihrem Beruf, zu ihren Themen und Bildvorstellungen. Dieses Drängen zielt auf den Menschen, seine Befindlichkeit, seine Gefühle und dies nicht losgelöst von dem Dasein in der Welt, von Abhängigkeiten, innerlichen und äußeren. Sehr bekannt sind ihre Figuren, die wie bandagiert erscheinen, Verletzungen verbergen oder heilen müssen. Anders gesehen aber auch Schutzverbände tragen und gesichert und abgegrenzt zur Umwelt ein Leben wie in einer Hülle, einer Bewehrung haben. Neben den Körpern und ihren Landschaftdarstellungen sind es oft auch einzelne Motive, die sie gefühlvoll und inhaltsgeladen in mehreren Arbeiten vorstellt. So etwa Blüten und Knospen, die Liktorenbündel und nun Stühle, zurückgehend auf Durats Erzählung, die sie auf der Reise nach Paris las, werden die Stühle zu Zeichen der Verortung des Menschen in der Welt: zum Sitzen und Ausruhen, zum Verrücken, zur Stuhlpolonaise geeignet, na klar aber auch lesbar, als der Platz der leer bleibt
Christine Dorothea Hölzig
Hohenossig – Paris
Galerie VORORTOST Leipzig
Discours de Christine Dorothea Hölzig pour le vernissage du 14.11.2008
La ville de Paris est une des principales attractions touristiques. Et quand il s’agit de la France, Paris est la destination rêvée de nombreux touristes. La capitale s’enorgueillit, à juste titre, de sa diversité, de son histoire et d’être un centre intellectuel et culturel. De plus l’art de vivre, le charme mais aussi le rôle politique de la France font de Paris un lieu particulièrement captivant et important, tant sur le plan national qu’international.
Il de ce fait délicat d’organiser un échange avec une telle métropole qui fait rêver tout un chacun. Qu’un tel projet en coopération avec l’Institut des Beaux-Arts Hohenhossig et le symposium du graphisme de Saxe ainsi qu’avec le soutien de l’association des Arts plastiques de Leipzig puisse voir le jour est en partie dû – comme souvent quand il s’agit de projets ambitieux- à l’engagement de nombreuses personnes.
Quoiqu’il en soit Leipzig ne saurait faire figure de parent pauvre dans le domaine des arts graphiques. En effet, la ville est depuis longtemps synonyme entre autres de centre des arts graphiques. L’Académie des Arts fondée officiellement en 1764 recruta le premier graveur sur cuivre comme professeur. Les initiatives de l’Académie connurent à Leipzig, une ville dont la prospérité reposait sur l’industrie du livre et de l’édition, un grand succès. Pour les cours et les ateliers on eût bientôt besoin d’un bâtiment plus grand. A la fin du 19e siècle, on construisit l’Académie des Arts graphiques. La notoriété de Leipzig comme centre du graphisme atteint son apogée avec le graphiste peintre et sculpteur Max Klinger, considéré par bon nombre de ces contemporains comme un des plus grands artistes de son époque. Sa réputation reposait principalement sur son importante œuvre graphique ainsi que sur quelques œuvres monumentales dans le domaine de la peinture et des arts plastiques. Sa renommée dépassait largement les frontières de la Saxe dont il était originaire. L’oeuvre de Max Klinger est toujours considérée comme déterminante dans l’histoire de l’art. Elle influença durablement les artistes qui lui succédèrent comme le montra l’exposition qui lui était consacrée l’année dernière à Leipzig.
Au XXe siècle, du temps de la RDA, les études comportaient plusieurs parties et comprenaient à côté des études de premier cycle, des cours de peinture et de dessin ainsi qu’une formation dans les différents ateliers de graphisme qui faisait partie intégrante du cursus. De nombreux artistes et non des moindres ont été formés à l’Académie. Jusqu’à nos jours, Leipzig se distingue dans le domaine du graphisme par des positions intéressantes et importantes. Cette longue tradition explique que d’importantes manifestations dans le domaine des arts plastiques aient lieu à Leipzig telles que le cycle d’expositions 100 graphiques de Saxe, le symposium de graphisme, qui existe depuis 18 ans et la Bourse du graphisme qui fête cette année son jubilé de 30 ans d’existence.
Cette longue tradition justifie la coopération entre une ville comme Paris et Leipzig. Dans le cadre de cette collaboration, 3 artistes ont séjourné respectivement à Leipzig ou à Paris et ont pu travailler dans les ateliers de gravures. Dans cette exposition, ils présentent les oeuvres réalisées pendant leur séjour dans la ville partenaire ainsi que d’autres œuvres. Le résultat est un riche éventail de styles et de concepts fort différents : et c’est tant mieux! La coopération a pour but de motiver et d’inspirer les artistes, de les enrichir et de leur permettre d’expérimenter de nouvelles possibilité et… d’en faire profiter bien sûr le publique de l’exposition.